Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Kurzvita

seit September 2019 Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Waldorfpädagogik am Studienzentrum Mannheim der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

März 2019 

Verleihung des Titels eines Privatdozenten (PD) durch die Universitätsleitung der Universität Augsburg.

28.11.2018 

Abschluss des Habilitationsverfahrens mit der Verleihung der Venia für Erziehungswissenschaft durch den Fakultätsrat der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.Thema der Habilitationsschrift: Außerschulische Jugendorganisationen. Eine sozialisationstheoretische und bildungshistorische Analyse.

Sommer 2017 Vertretung der Professur für Historische Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Universität Koblenz-Landau (Standort Landau)
2010-2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik der Universität Augsburg
Wintersemester 2010/2011 Promotion an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. Thema der Dissertation: Sozialisation während der NS-Zeit. Eine systematisierende Analyse gesellschaftlicher und politischer Bedingungen, sowie deren biografischer Bedeutung (gefördert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung)
1997-2001 Studium der Pädagogik (Diplom); Thema der Diplomarbeit: Film und Gewalt. Eine qualitative Inhaltsanalyse ausgesuchter Spielfilme vor dem Hintergrund des aktuellen Standes der Medienwirkungsforschung.

 

Veröffentlichungen

Monographien

Benecke, Jakob (2020): Außerschulische Jugendorganisationen. Eine sozialisationstheoretische und bildungshistorische Analyse. Weinheim. (Publikation der Habilitationsschrift – zur Darstellung auf der Verlagsseite)

     Rezension zu Benecke (2020):

     Gisela Miller-Kipp auf H/SOZ/KULT – Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften.

Benecke, Jakob (2015): Soziale Ungleichheit und Hitler-Jugend. Zur Systematisierung sozialer Differenz in der nationalsozialistischen Jugendorganisation. Weinheim.

     Rezensionen zu Benecke (2015):

     National:

     Gisela Miller-Kipp in Bildung und Erziehung (BuE), Heft 69,2, 2016, S. 245 ff.

     International:

     Simonetta Polenghi in Pedagogia Oggi, 2/2019, S. 405 ff.

     Simonetta Polenghi in History of Education & Children's Literature (HECL), 1/2020, S. 765 ff.

Benecke, Jakob (2013): Die Hitler-Jugend 1933 bis 1945. Programmatik, Alltag, Erinnerungen. Eine Dokumentation. Weinheim.

     Rezensionen zu Benecke (2013):

     Jörg-W. Link in Erziehungswissenschaftliche Revue (EWR) 12 (2013), Nr. 5 (September/Oktober).

Benecke, Jakob (2011): Sozialisation während der NS-Zeit. Eine systematisierende Analyse gesellschaftlicher und politischer Bedingungen, sowie deren biographischer Bedeutung. 2 Bd., Saarbrücken. (Dissertation).

Herausgeberschaften

Benecke, Jakob; Luthardt, Nicole; Bucher, Kristina (Hrsg.) (2020): "Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?" (Immanuel Kant). Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Erziehungs- und Bildungswesens in Deutschland - interdisziplinäre Betrachtungen. Augsburg. (in Vorbereitung)

Beiträge (peer reviewed)

Benecke, Jakob (2020): Zur Pädadogik der „Unpädagogik" – metatheoretische Anmerkungen zu einer anhaltenden erziehungswissenschaftlichen Kontroverse. (in Vorbereitung)

Benecke, Jakob (2019): Außerschulische Jugendorganisationen. In: Hoffmann-Ocon, Andreas; Matthes, Eva; Schlüter, Steffen (Hrsg.): Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online (EEO), Fachgebiet Historische Pädagogik.

Benecke, Jakob (2018): Between exclusion and compulsory service – the fate of the so-called Jewish “Mischlinge” (or “partial Jews”) in the Hitler-Jugend. In: Policy Futures in Education. 

Benecke, Jakob (2018): <<Youth was never this united>> ? – manifestations of social injustices within the Hitler-Jugend and ways of systemizing those. In: HISTORY OF EDUCATION & CHILDREN'S LITERATURE (HECL). XIII/2, S. 87-115.

Matthes, Eva; Benecke, Jakob (2018): Historische Bildungsforschung und Organisationspädagogik: Intradisziplinäre Bezüge. In: Göhlich, Michael; Schröer, Andreas; Weber, Susanne M. (Hrsg.), Handbuch Organisationspädagogik. Wiesbaden, S. 95-106.

Benecke, Jakob (2015): „Erziehung nach Auschwitz“. Theoretische Klärung und Analyse ihrer schulischen Realisierungsmöglichkeiten. In: Matthes, Eva; Meilhammer, Elisabeth (Hrsg./eds.): Holocaust Education im 21. Jahrhundert/ in the 21st Century. Bad Heilbrunn, S. 179-198.

     Rezensionen zu Benecke (2015):

     Jos Schnurer auf Socialnet.de (Rezension des Sammelbandes von Matthes/ Meilhammer)

Sonstige Beiträge

Benecke, Jakob; Luthardt, Nicole (2020): Erziehungswissenschaft und Rechtswissenschaften - eine Beziehungsaufnahme. Einleitung in den Band. In: Benecke, Jakob; Luthardt, Nicole; Bucher, Kristina (Hrsg.): „Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?". Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Erziehungs- und Bildungswesens in Deutschland - interdisziplinäre Betrachtungen. Augsburg. (in Vorbereitung).

Rezensionen

Finger, Jürgen (2016): Eigensinn im Einheitsstaat. NS-Schulpolitik in Württemberg, Baden und im Elsass 1933-1945. Baden-Baden. In: Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus. Bd. 33, S. 223-227.

Rosenbaum, Heidi (2014): „Und trotzdem war's 'ne schöne Zeit". Kinderalltag im Nationalsozialismus, Campus Verlag, Frankfurt am Main.

Thießen, Malte; Reeken, Dietmar von (2013)(Hrsg.): ‚Volksgemeinschaft‘ als soziale Praxis. Neue Forschungen zur NS-Gesellschaft vor Ort. Paderborn.

Steinert, Johannes-Dieter (2013): Deportation und Zwangsarbeit. Polnische und sowjetische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Osteuropa 1939-1945. Essen.

Horn, Klaus-Peter; Link, Jörg-W. (2011)(Hrsg.): Erziehungsverhältnisse im Nationalsozialismus. Totaler Anspruch und Erziehungswirklichkeit. Bad Heilbrunn.

Sonstiges

Verwendung von Auszügen (Quellen und eigene Analysen) aus der Dokumentation zur Hitlerjugend in Lehrerhandreichungen in Baden Württemberg (vgl. Unterrichtsmaterialien. Geschichte (2017): Jugend im Nationalsozialismus: Formen des Handlungsspielraums, Formen des Widerstands. Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH, Unternehmen der Klett Gruppe).

Beratung des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin im Rahmen des 2016 abgeschlossenen Projekts: Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. (vgl. ebd., S. 1746).

Arbeitsschwerpunkte

Theorie und Geschichte von Bildung und Erziehung

Sozialisationstheorie und historische Sozialisationsforschung (insbesondere zu den spezifischen Sozialisationsbedingungen unter der NS-Herrschaft).

Biographieforschung

Medienpädagogik (Thema der Diplomarbeit: Film und Gewalt. Eine qualitative Inhaltsanalyse ausgesuchter Spielfilme vor dem Hintergrund des aktuellen Standes der Medienwirkungsforschung).

Laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte


Laufende Forschungsprojekte

A) Zur Pädagogik der "Unpädagogik"

Der übergreifende Forschungshorizont des Projekts ist die erziehungswissenschaftliche Analyse nationalsozialistischer Erziehung. Zwei Konkretisierungen wären allerdings diesbezüglich vorzunehmen. Zum einen geht es ausdrücklich um eine Analyse der NS-Erziehung, also solcher Programmatiken und Praxen, mit denen das Regime eine gezielte erzieherische Erwartungshaltung verband sowie deren Umsetzungsrealität und subjektive Wahrnehmung durch die betroffenen Subjekte. Es geht demnach nicht um eine Erfassungsebene, die sich auf eine Erziehung während der NS-Zeit bezöge und damit andere Bereiche von Erziehung und Bildung in dieser Epoche analytisch miteinbeziehen müsste (überdauernde reformpädagogische Projekte, Momente konfessioneller Bildung, Bemühungen jüdischer Selbsthilfe mittels Bildung). Zum anderen geht es in diesem Vorhaben nur indirekt und nicht primär um die faktische Ebene der NS-Erziehung. Im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses steht vielmehr eine metatheoretische Analyse der erziehungswissenschaftlichen Debatte, insbesondere der, auf ihrem Höhepunkt als „Historikerstreit“ (Heinz-Elmar Tenorth 1989) der Pädagogen deklarierten, fachinternen Kontroverse während der 1980er und 90er Jahre über eine vermeintlich adäquate Beurteilung der NS-Erziehung.

B) Kompendium zur Erziehungs- und Bildungsgeschichte der DDR

Trotz zahlreicher Publikationen, die in den vergangenen Jahren zu Teilbereichen dieses größeren bildungshistorischen Feldes erschienen sind, bestehen immer noch weitreichende Desiderate zur Bildungsgeschichte der DDR. Dies gilt zugleich und für einen Übersicht gebenden Sammelband, welcher jeweils die Entwicklungslinien und aktuellen Forschungsstände der einzelnen Bereiche vereint und somit für Lehrende und Studierende, Forschende und Interessierte leichter zugänglich macht. Ein solcher soll unter der Herausgeberschaft Jakob Beneckes 2021 im Klinkhardt-Verlag vorgelegt werden.

C) Analyse waldorfpädagogischer Praxisformen unter den Bedingungen der SED-Diktatur (gemeinsam mit Andre Bartoniczek)

Ob und wie sich im bildungshistorischen Sinne reformpädagogische und hierunter gerade waldorfpädagogische Ansätze in den Diktaturen praktizieren ließen, diese Frage ist noch nicht abschließend beantwortet. Gerade für die Bildungsgeschichte der DDR bestehen diesbezüglich noch weitreichendere Desiderate als hinsichtlich der NS-Zeit. In dem Projekt sollen hierzu anhand exemplarischer Fallanalysen weiterführende Erkenntnisse gewonnen werden.


Abgeschlossene Forschungsprojekte

D) Sozialisation während der NS-Zeit. Eine systematisierende Analyse gesellschaftlicher und politischer Bedingungen sowie deren biographischer Bedeutung. (Gefördert durch die Friedrich-Ebert Stiftung)

Abgeschlossen (siehe Publikationen)

Vorrangiges Anliegen dieses Forschungsprojektes war es, die wesentlichen Strukturen einer Sozialisation während der NS-Zeit zu erfassen und in einer dichten und systematisierenden Beschreibung darzustellen.
Im Ergebnis ergänzen sich die Ausführungen schließlich zur Gesamtpräsentation eines spezifischen NS-Sozialisationskontextes. Dieses – sowohl die berücksichtigten Forschungsergebnisse, als auch die zur Analyse gewählten Methoden betreffend – interdisziplinär ausgerichtete Vorgehen zog seine Motivation aus dem bestehenden Desiderat systematisierender Analysen zum sozialen Alltag während der NS-Zeit, gerade auch die damaligen Erziehungsverhältnisse betreffend. Zur Untergliederung des NS-Sozialisationskontextes wurde die Erstellung von insgesamt sieben Strukturthesen gewählt, welche diesen zugleich in seinen unterschiedlichen Bezügen differenzierend erschließen und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen letzteren erfassen. Die ausgiebigen Erläuterungen zu den Thesen beschreiben schließlich die besonderen Bedingungen, ggf. deren theoretische und insbesondere propagandistischen Begründungen, die dahinter liegenden politischen Intentionen des Regimes sowie vielfach auch die biographische, häufig über 1945 hinausweisende, Bedeutung der einzelnen Elemente einer Sozialisation unter der NS-Herrschaft. Das Projekt fußt auf den inhaltlichen Analysen von insgesamt mehreren hundert Primärwerken aus der NS-Zeit, wissenschaftlichen Sekundäranalysen zu selbiger, biographischen und autobiographischen Quellen von und über Zeitzeugen sowie theoretischen Konzepten, welche von mir auf die Belange einer Sozialisation während der NS-Zeit übertragen wurden.

E) Soziale Ungleichheit und Hitler-Jugend. Zur Systematisierung sozialer Differenz in der nationalsozialistischen Jugendorganisation.

Abgeschlossen (siehe Publikationen)

Das NS-Regime hatte kein Interesse an einer vollständigen Einebnung sozialer Differenzen in der deutschen Gesellschaft. Vielmehr sollten alte Hierarchien bekämpft und neue errichtet werden – beides nach Maßgabe der NS-Ideologie und des eigenen Machtanspruches. Das Buch beschreibt die aus dieser Herrschaftspraxis hervorgehenden Ausprägungen sozialer Differenz für die Hitler-Jugend und somit für die Erfahrungswelt tausender, damals heranwachsender Jugendlicher. Aufgegriffen werden NS-spezifische Herrschafts- und Ideologieeinflüsse sowie deren Zusammenspiel mit Faktoren, wie Geschlecht, Raum, Generation oder Milieu. Somit entsteht  ein differenziertes Gesamtbild sozialer Ungleichheit in der HJ.

F) Außerschulische Jugendorganisationen. Eine sozialisationstheoretische und bildungshistorische Analyse.

Habilitationsschrift

Abgeschlossen (siehe Publikationen)

Während der vergangenen 150 Jahre erlebten in Deutschland insgesamt einige Millionen junger Menschen prägende Momente ihrer Sozialisation in außerschulischen Jugendorganisationen. Diese bildungshistorische Kategorie umfasst ein weites Feld, von den Jugendbewegungen bis zu den Jugendorganisationen der beiden Diktaturen. Während die einzelnen Forschungsstände teils nur noch schwer zu überblicken sind, fehlt bislang eine systematisierende Gesamtdarstellung. Hier will die vorliegende Studie Abhilfe schaffen. Ausgehend von einer allgemeinen Objektbestimmung werden dazu die Entwicklungen in den historischen Epochen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart beschrieben.


G) Sonstiges

Beratung des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin im Rahmen des 2016 abgeschlossenen Projekts: Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. (vgl. ebd., S. 1746).


Kontakt

+49 (0)621/48 44 01-231
jakob.benecke@alanus.edu

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