Inklusion und Heilpädagogik

Auswahl aktueller Projekte

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Ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Assistenzbedarf Dieses qualitativ-partizipativ angelegte Forschungsprojekt begleitet über einen Zeitraum von einem Jahr die Jugendfeuerwehr Bühnsdorf, an der 5 Jugendliche mit Assistenzbedarf seit mehreren Jahren als aktive Mitglieder beteiligt sind. 

Seit dem Paradigmenwechsel von der Fürsorge zur inklusiven Gesellschaft ist immer mehr das Engagement von Betroffenen in eigener Sache in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts sollen Wahrnehmungsvignetten aus den Übungsabenden erstellt und theoriegeleitet ausgewertet werden, dazu kommen themenzentrierte Interviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit und ohne Assistenzbedarf. Ziel des Forschungsprojekts ist die Identifikation von Gelingensfaktoren in inklusiven Formen der ehrenamtlichen Tätigkeit – in der Hoffnung, dass andere Vereine und Verbände diese Impulse aufgreifen. Verantwortlich von Seite der Hochschule: Prof‘in Dr. Christiane Drechsler

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Vor dem Punkt. Wirkungs- und Wirksamkeitsevaluation auf Grundlage des Bundesteilhabegesetztes (BTHG). Entwicklung von Formen und Angeboten für die Evaluation von Konzepten und Leistungsvereinbarungen im Bereich der Assistenz von Menschen mit Behinderung. Methode: Qualitative Vergleichsstudie zur Nutzerzufriedenheit (Vertreter von Institutionen und Kostenträgern) mittels strukturierter Interviews. Output: Installation des Verfahrens im Anwendungsbereich AZAV und Kontrollverfahren. Verantwortlich von Seite der Hochschule: Prof‘in Dr. Christiane Drechsler in Kooperation mit Bundesverband Anthropoi/Hans-Ulrich Kretschmer.  

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Vom Traum, eine pädagogische Fachkraft zu werden

Qualitativ-systemische Studie im Rahmen eines partizipativen Forschungsprojekts, in dessen Rahmen Charlotte Henning nach zehn Jahren Besuch einer inklusiven Schule ohne aussagekräftigen Schulabschluss im Sommer 2024 in die Fachschule für Sozialpädagogik am Standort Mannheim in die neue Ausbildung zur Sozialassistenz aufgenommen wurde. Studierende der Alanus Hochschule begleiten diesen dreijährigen Prozess flankierend und forschend. Charlotte wird in ihrem schulischen Lernen außerhalb des Unterrichts unterstützt, um ihr Bildungs- und Ausbildungsziel zu fördern. Untersucht wird, unter welchen Bedingungen eine inklusive allgemeine Schule Berufswünsche jenseits der vorgesehenen Berufsschulpraktika unterstützen kann und welche bestehenden oder neu zu entwickelnden Bedingungen an Fachschulen und Praxisorten erforderlich sind, um eine inklusive Fachschulausbildung zu ermöglichen. Multimethodisches Vorgehen mit Interviews und Wahrnehmungsvignetten, Bachelor- und Masterarbeiten zu einzelnen Fragestellungen, Tagungsbeiträge und Artikel in Zeitschriften. Verantwortlich von Seite der Hochschule: Prof’in Dr. Ulrike Barth

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Partizipative Bildungsangebote für Erwachsene mit Lernschwierigkeiten 

Dieses mehrjährige Projekt (2026–2029) entwickelt und testet qualifizierte, partizipative Bildungsangebote für Erwachsene mit Lernschwierigkeiten an Hochschulen und in Lebenssorten (u.a. Camphill), mit Betroffenen als Co-Gestalter*innen. Das Teilprojekt „Gemeinschaftsleben für die Zukunft“ ist im Feld der partizipativen Erwachsenenbildung verortet und untersucht, wie (Camphill-) Lebensgemeinschaften den aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich Bildung begegnen können. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie gemeinschaftliches Leben, Arbeiten und Lernen von Erwachsenen – mit und ohne Behinderung – so gestaltet werden kann, dass gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion und nachhaltige Entwicklung langfristig gesichert werden. Teilnahme an einem dreijährigen Projekt; wissenschaftliche Begleitung und Evaluationsforschung mit Interviews und Wahrnehmungsvignettenmethodologie. Verantwortlich von Seite der Hochschule: Prof’in Dr. Ulrike Barth in Kooperation mit Bundesverband Anthropoi.

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Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Kontext der Sektion Sonderpädagogik der DGfE: Mitglieder dieser Forschungsgruppe arbeiten an der Reflexion der Thematisierung und der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Kontext der Sektion Sonderpädagogik der DGfE; systematisieren den Forschungsstand und bereits vorhandene Aufarbeitungsprojekte und Materialien; implementieren Austauschformate auf Tagungen und sorgen für Sichtbarkeit der Auseinandersetzung via Homepage der DGfE, Tagungsberichte und Workshops. Beteiligung von Seite der Hochschule: Prof’in Dr. Ulrike Barth


Forschungsschwerpunkt 1: Waldorfpädagogik und Erziehungswissenschaft im Dialog

          Forschungsschwerpunkt 2: Inklusion und Heilpädagogik

Forschungsschwerpunkt 3: Interkultureller und Interreligiöser Dialog

Forschungsschwerpunkt 4: Ästhetische Bildung, Kunst und Medien

Forschungsschwerpunkt 5: Bewusstseinsforschung und Anthropologie